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skandinavisches sideboard

Das Vintage-Sideboard: Prototyp des skandinavischen Stils

Artikel veröffentlicht am 11/10/2016
Artikel bearbeitet am 02/06/2026

Das Sideboard kommt direkt aus dem Norden Europas zu uns und zählt somit zu dem skandinavischen Design. An diesem Möbelstück führt kein Weg vorbei!
  • Das Vintage-Sideboard steht exemplarisch für den skandinavischen Stil: klare Linien, Holz, Funktion und eine ruhige Ausstrahlung.
  • Sein Erfolg hängt eng mit der Entwicklung neuer Holzwerkstoffe und der industriellen Möbelproduktion im 20. Jahrhundert zusammen.
  • Heute sind neben dem Look auch Materialqualität, Reparierbarkeit und die Unterscheidung zwischen Original, Retro und Neuinterpretation wichtig.
  • Besonders stimmig wirkt ein Sideboard in hellen, luftigen Räumen mit reduzierter Dekoration und natürlichen Textilien.

Das Sideboard kommt direkt aus dem Norden Europas zu uns und zählt somit zum skandinavischen Design. An diesem Möbelstück führt kein Weg vorbei, wenn man sein Interieur im skandinavischen Stil einrichten will. Dank seiner schlichten Form und der Verwendung von Holz als Material kann es ganz einfach kombiniert werden. Des Weiteren darf man den praktischen Aspekt nicht vergessen: jede Menge Stauraum! Heute erlebt das Modell eine neue Aktualität: Als Möbel zwischen Wohn-, Ess- und Arbeitsbereich verbindet es Stauraum, klare Linien und eine ruhige Präsenz, die gut zu modernen, lichtbetonten Interieurs passt.

Die Evolution des Sideboards

Das Sideboard, im originellen skandinavischen Stil, aus Holz

Skandinavisches Mobiliar ist heutzutage sehr beliebt, um das Wohnzimmer einzurichten, und dafür eignet sich das Sideboard perfekt. Im 20. Jahrhundert hat sich die Technik schnell weiterentwickelt und somit wurde es auch möglich, vintage Sideboards in verschiedenen Verarbeitungen herzustellen. Vor dem 20. Jahrhundert wurde das Holz auf eine einfache, authentische Art und Weise verarbeitet. Das war der Grund, warum Holzmöbel zu dieser Zeit nur in kleineren Mengen und nur aus Massivholz erhältlich waren. Der große Vorteil von Holz ist, dass es ein Zimmer erwärmt und dass es sich einfach in seine Umgebung eingliedert. An den Sideboards aus Holz und anderen skandinavischen Buffetts kann man die Robustheit dieses natürlichen und umweltfreundlichen Materials erkennen.

Helle Holzarten wie Birke, Esche oder Eiche bleiben bis heute eng mit dem skandinavischen Stil verbunden. Bei Mid-Century-inspirierten Sideboards findet man aber auch wärmere Nuancen, die dem Raum mehr Tiefe geben. Gerade daran erkennt man, wie flexibel das skandinavische Sideboard geblieben ist: Es kann sehr reduziert wirken, aber ebenso als bewusstes Statement mit sichtbarer Maserung, schlanken Beinen und fein gearbeiteten Fronten eingesetzt werden.

Holz-Sideboard Fjord

Die Verbreitung des skandinavischen Sideboards

Durch den Wirtschaftsboom in der Nachkriegszeit konnten sich auch die Fabriken weiterentwickeln und modernisieren. Dadurch wurde auch die Produktion der Möbelstücke verbessert. Man bemerkt den stetig wachsenden Bedarf an Wohnungen und somit auch die Nachfrage an Einrichtungsgegenständen. Möbelstücke, wie Stühle und Sessel, Esstische und Sideboards im skandinavischen Stil, passen sich perfekt den neuen Bedürfnissen dieser Zeit an. Das wichtigste Material dieser Zeit bleibt das Holz, welches aber für die neuen Bedürfnisse neu "erfunden" wird, um sich diesen besser anpassen zu können, und schließlich auch als fertiges Möbelstück auf den Markt kommen kann. Immer mehr Haushalte beschaffen sich ein etwas tieferes Buffett, das dem Sideboard schon sehr nahe kommt. Schon zu dieser Zeit kristallisiert sich das Sideboard als ideales Möbelstück heraus. Dies hat es unter anderem seinem vielen Stauraum zu verdanken.

Aus heutiger Sicht erklärt genau diese Mischung aus Nützlichkeit und Zurückhaltung den Erfolg des Möbels. Ein Sideboard ist niedrig genug, um einen Raum optisch offen zu halten, bietet aber zugleich geschlossenen Stauraum für Geschirr, Textilien, Bücher oder Technik. Damit passt es nach wie vor sehr gut zu offenen Grundrissen und zu Wohnungen, in denen ein Möbelstück mehrere Funktionen übernehmen soll.

Holz-Sideboard Fjord

Vom Handwerk bis zur maschinellen Produktion des vintage Sideboards

Die ersten Sideboards

Das hauptsächlich zur Produktion verwendete Material ist und bleibt Holz. Mitte des 20. Jahrhunderts sind weitere verschiedene Verarbeitungsformen für das verwendete Holz aufgekommen. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Holz nur von ausgebildeten Handwerkern auf eine besondere Art und Weise bearbeitet. Während des Wirtschaftsbooms entwickelte sich auch die Herstellung und Verbreitung der Sideboards. Bis dahin wurden Möbel aus Holz, so wie vintage Buffetts, ausschließlich aus Massivholz und in limitierter Ausgabe hergestellt. Durch die große Nachfrage an Wohnmöglichkeiten wächst auch die Nachfrage an leistbaren Möbelstücken. Nun müssen bereits beliebte Einrichtungsgegenstände, wie zum Beispiel TV-Möbel, standardisiert werden, um somit eine höhere Produktionsanzahl bewerkstelligen zu können. Holz bleibt das Hauptmaterial, dennoch müssen Alternativen gefunden werden, um leichter eine höhere Quantität an Möbelstücken produzieren zu können.

Sideboard Tumma Fjord Sideboard Tumma Fjord

Die maschinelle Produktion des Sideboards im vintage Design

Nach dem rohen Holz begannen die Industrien, neue Verfahren zu entwickeln, bei denen vor allem Form- und Bugholz verwendet werden. Als eine der größten Neuerfindungen gilt aber das Sperrholz. Diese Methode macht es möglich, zahlreiche große und schwere Möbelstücke, wie das Sideboard, zu produzieren und dabei einen vernünftigen Preis beizubehalten. Die Verarbeitung von Holzplatten zu Schichtholz revolutioniert die Möbelwelt. Ab den 1950er-Jahren werden diese Produktionsformen auf großen Möbelmessen sichtbar. Die Hersteller des vintage Sideboards haben nun die Möglichkeit, schön verarbeitete und nachhaltige Produkte zu einem zugänglicheren Preis herzustellen. Ab den 1960er-Jahren wird häufiger mit Laminat oder Melamin verkleidetes Holz verwendet, wie etwa Formica. Bei diesem Vorgang handelt es sich vor allem darum, die Oberfläche des Holzes mit einer Farbe oder einem Motiv zu dekorieren. Während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nimmt das skandinavische Sideboard die verschiedensten Formen an, wie zum Beispiel die Form eines TV-Möbels oder auch einer vintage Kommode. Dadurch wird es auch zu einem unabdingbaren Möbelstück im Wohn- oder Esszimmer.

Viele größere Firmen wie Thonet haben bereits Anfang des 20. Jahrhunderts versucht, das Holz durch ein Dampf-Verfahren zu biegen. Aber die echte Revolution in diesem Bereich begann mit dem Aufkommen von Holzspanplatten und Holzfurnieren. Diese Techniken werden hauptsächlich für die Herstellung von großen Möbelstücken verwendet und ermöglichen es auch, der großen Nachfrage an Mobiliar nachzukommen.

Zwischen den 1950er- und 1970er-Jahren gewinnen Laminat und Melamin in der industriellen Möbelproduktion deutlich an Bedeutung.

Vintage, Retro und Neuinterpretation unterscheiden

Heute wird der Begriff vintage oft sehr großzügig verwendet. Ein originales Sideboard aus der Mitte des 20. Jahrhunderts erkennt man meist an einer stimmigen Konstruktion, echten Gebrauchsspuren, hochwertigen Furnieren und Details wie sauber eingepassten Schubladen oder fein gearbeiteten Griffen. Retro oder Neo-Vintage bezeichnet dagegen neue Möbel, die diese Codes aufnehmen, ohne historische Originale zu sein.

Für den Kauf ist deshalb ein genauer Blick sinnvoll: Laufen Türen und Schubladen sauber, ist das Furnier intakt, gibt es Feuchtigkeitsspuren an Rückwand oder Sockel, und lässt sich die Oberfläche pflegen oder reparieren? Bei neuen Modellen achten viele Käufer heute zusätzlich auf eine nachvollziehbare Materialqualität, möglichst zertifizierte Holzherkunft, robuste Beschläge und eine Verarbeitung, die eine lange Nutzung ermöglicht. Gerade das entspricht dem skandinavischen Ideal besonders gut: langlebig, funktional und unaufgeregt.

Sideboard Londress Sideboard Londress

Wie setzt man den skandinavischen Einrichtungsstil richtig in Szene

Schlicht und einfach

Die Haupteigenschaft des skandinavischen Stils ist vor allem die Schlichtheit der Formen und Verarbeitungen. Meist sind es gerade Linien, aber manchmal findet man dennoch eine geschwungene Linie bei einem Tisch oder einer Kommode. Das Prinzip der skandinavischen Möbel ist vor allem, im Raum nicht besonders aufzufallen, aber dennoch praktisch zu sein. Man findet in fast jedem skandinavischen Möbelstück etwas, um seine Sachen zu verstauen. Das Ziel dieses Designs ist es, Platz zu sparen, aber dennoch praktisch zu sein. Dies ist besonders von Vorteil in kleinen Räumen. Um eine authentische skandinavische Einrichtung zu haben, übertreiben Sie es nicht mit Ihrer Dekoration. Das wichtigste in diesem Einrichtungsstil ist ein einfacher Stil, um somit ein funktionelles und gemütliches Interieur zu haben.

Farben und Motive der skandinavischen Sideboards

Bei den Farben im skandinavischen Stil handelt es sich um weiß oder um andere helle Farben. Diese Farben findet man aber nicht nur bei den Möbelstücken, sondern auch auf den Wänden und Böden. Alles muss schlicht sein. Die Idee dahinter ist, dass man so das Licht und somit auch die Möbel in einem Zimmer viel besser in Szene setzen kann. Um aber nicht nur weiß in der Einrichtung zu haben, kann man ganz einfach Teppiche oder andere Accessoires in einer hellen Farbe, wie Beige oder Hellgrau, einsetzen.

Besonders wichtig im skandinavischen Stil ist aber der Einklang mit der Natur. Dies kann mit Farben wie auffälligem Grün, Rosa, Gelb oder Rot erreicht werden. Meistens findet man Farben auf kleinen Dekorationsobjekten. Im skandinavischen Stil wird oft Holz mit weißer Farbe vermischt, um so einen Aspekt von Reinheit zu schaffen. Zu dieser zurückhaltenden Basis passen natürliche Materialien wie Leinen, Wolle oder Keramik besonders gut. Natürlich kann man diesen Stil auch mit modernen Stücken oder anderen Stilen kombinieren um so einen persönlicheren Touch in seine Inneneinrichtung zu bekommen.

Proportionen, Platzierung und Pflege

Damit ein skandinavisches Sideboard seine Wirkung entfalten kann, sollte es in der Größe zum Raum passen. In kleinen Zimmern funktionieren eher Modelle auf hohen, schlanken Füßen, weil sie den Boden sichtbar lassen und leichter wirken. Im Esszimmer dient das Sideboard als Stauraum für Geschirr und Tischwäsche, im Wohnzimmer kann es Mediengeräte, Bücher oder Alltagsgegenstände aufnehmen, und im Flur wird es schnell zur praktischen Ablage.

Auch die Pflege spielt eine größere Rolle, wenn man lange Freude an einem schönen Möbelstück haben möchte. Staub sollte mit einem weichen Tuch entfernt werden; bei Holzoberflächen genügt meist eine milde Reinigung ohne aggressive Produkte. Direkte Sonne, stehende Nässe und starke Hitze können Furniere und Oberflächen auf Dauer belasten. Wer ein vintage Sideboard kauft, bewahrt seinen Charakter am besten, wenn kleine Patina erhalten bleibt und Reparaturen möglichst materialgerecht ausgeführt werden.

Häufige Fragen zum skandinavischen Sideboard

  • Woran erkennt man ein echtes vintage Sideboard? Häufig an patinierten Oberflächen, hochwertigen Furnieren, solider Konstruktion und Details, die nicht rein dekorativ wirken.
  • Welche Holzarten passen besonders gut zum skandinavischen Stil? Helle Hölzer wie Birke, Eiche oder Esche wirken besonders typisch; wärmere Töne können einen Mid-Century-Charakter betonen.
  • Kann man ein skandinavisches Sideboard mit modernen Möbeln kombinieren? Ja, gerade der klare Aufbau macht es leicht, das Möbel mit zeitgenössischen Sofas, Leuchten oder minimalistischer Dekoration zu mischen.
  • Was ist beim Kauf eines gebrauchten Sideboards wichtig? Prüfen Sie Stabilität, Schubladenlauf, Zustand des Furniers, Geruch, Feuchtigkeitsspuren und die Rückwand, bevor Sie sich entscheiden.

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